Die rheumatoide Arthritis, umgangssprachlich oft Rheuma genannt, verursacht eine Reihe typischer Symptome, die weit über einfache Gelenkschmerzen hinausgehen. Das frühzeitige Erkennen dieser Anzeichen ist entscheidend für eine schnelle Diagnose und eine wirksame Behandlung. Auch wenn die genauen Ursachen der Autoimmunerkrankung noch nicht vollständig erforscht sind, sind mehrere Risikofaktoren bekannt, die die Entwicklung dieser chronischen Gelenkentzündung begünstigen können.
Die Beschwerden entwickeln sich oft schleichend. Ein zentrales Merkmal ist die Gelenkentzündung (Synovitis), die sich durch Schwellungen, Schmerzen und Überwärmung bemerkbar macht. Häufig sind zu Beginn mehrere kleine Gelenke betroffen, besonders an Fingern und Zehen, oft symmetrisch auf beiden Körperseiten. Ein weiteres sehr typisches Anzeichen ist die Morgensteifigkeit: Nach dem Aufstehen fühlen sich die Gelenke über 30 bis 60 Minuten steif und unbeweglich an. Da die rheumatoide Arthritis eine systemische Erkrankung ist, leiden viele Betroffene zusätzlich unter allgemeinen Krankheitszeichen wie starker Müdigkeit, Erschöpfung und Kraftlosigkeit. Diese Symptome können alltägliche Aufgaben wie das Öffnen von Flaschen oder das Schnüren von Schuhen erheblich erschweren.
Erfahren Sie hier mehr darüber, wie Ärzte die Diagnose stellen: Wie wird die rheumatoide Arthritis diagnostiziert?

Die rheumatoide Arthritis ist eine Autoimmunerkrankung, bei der das Immunsystem körpereigenes Gewebe angreift. Ihre genauen Ursachen sind bis heute nicht vollständig bekannt. Experten gehen davon aus, dass eine Kombination aus genetischer Veranlagung und Umweltfaktoren die Krankheit auslöst. Eine familiäre Häufung deutet auf eine erbliche Komponente hin, jedoch erkrankt nicht jeder mit genetischer Veranlagung. Als wichtigster Risikofaktor gilt Rauchen: Es erhöht nicht nur die Wahrscheinlichkeit, zu erkranken, sondern verschlechtert auch den Krankheitsverlauf deutlich. Weitere Risikofaktoren sind Übergewicht und ein Alter zwischen 40 und 60 Jahren.
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